Priska Hinz: Nachhaltige Innenentwicklung für Wohnungsbau

Einige Zitate von Priska Hinz, Hessische Ministerin für Umwelt, Klimaschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, aus deren Leitfaden für nachhaltige Innenentwicklung für Wohnungsbau.

 

Boden ist ein nicht vermehrbares Gut, dessen Nutzung und Versiegelung langfristige Folgen hat und sorgfältig abgewogen werden muss. Innenentwicklung stellt jedoch hohe Ansprüche an Qualität und Fachkunde. Aus städtebaulichen und klimatischen Gründen müssen zum Beispiel die Freiräume und der öffentliche Raum stets mitberücksichtigt werden. Bestehende Nachbarschaften sollten im Idealfall ebenfalls einen Gewinn aus den Neubauvorhaben ziehen.

 

Bislang erhalten Freiraumbelange trotz grundsätzlicher Wertschätzung noch zu wenig Gewicht in der Abwägung mit baulichen Gesichtspunkten, obwohl die Erfordernisse des Klimaschutzes und der integrierten Stadtentwicklung hierbei in die gleiche Richtung gehen.

 

Im Idealfall liegt der Maßnahme ein integriertes Konzept für das Quartier bzw. den Stadtteil oder das Dorf zugrunde, so dass Motive und Absichten des Projekts für die Bürgerschaft und alle Akteure transparent sind. Baukultur, d.h. der verantwortungsvolle Umgang aller Akteure mit der Gestaltungsaufgabe, ist ein Schlüssel, um intakte Ortsbilder und lebenswerte Quartiere zu schaffen und zu bewahren. An Nachverdichtung und Innenentwicklung sind also hohe Qualitätsansprüche zu stellen. 

 

Damit die städtebauliche Nachverdichtung der Kommunen möglichst geringe negative stadtklimatische und ökologische Folgen hat, wird hierzu das Prinzip der doppelten Innenentwicklung herangezogen. „Doppelte Innenentwicklung heißt, Flächenreserven im Siedlungsbestand nicht nur baulich, sondern auch mit Blick auf urbanes Grün zu entwickeln.“

 

Gleichzeitig sollen die ökologischen Funktionen des urbanen Grüns bewahrt und weiterentwickelt wie auch der Siedlungsraum durch Maßnahmen der Freiraumentwicklung qualifiziert werden. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei den naturschutzfachlichen Aspekten.

 

Daneben kommt dem Erhalt der natürlichen Bodenfunktionen eine entscheidende Bedeutung zu. Möglichst intakte, unverdichtete Böden sind die Grundlage für vitale Grünflächen. Als Wasserspeicher bilden sie die Voraussetzung für Verdunstungsleistung und Kühlungsfunktion begrünter Freiflächen. Der Rückhalt von Niederschlagswasser trägt gleichzeitig zur Hochwasservorsorge bei.

 

Ja, man soll es kaum glauben, aber es gibt Leitfäden unseres Bundeslandes dazu, wie mit den Konflikten der Innentwicklung umgegangen werden kann!

Und was macht Bickenbach daraus?

Unsere „Feierabendpolitik“ (Zitat) beschließt, debattiert, lamentiert, popularisiert… aber liest nicht! Recherchiert nicht! Befasst sich nicht mit der Sache! Kümmert sich letztendlich nicht!

 

 

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