Unsere wahre Ortsmitte befindet sich…?

  • Platz zum Verweilen, schattenspendende Bäume, Bäcker und Eiscafé, plätschernder Bach, Sitzgelegenheiten
  • Auch lokale Parteien schätzen diesen Ort für Ihren Wahlkampf

Die Ortsmitte von Bickenbach, könnte man glauben, befindet sich an der Ecke Bachgasse/Bahnhofstrasse. Da ist Leben, da wird verweilt und promeniert. Klar, dort ist es auch ausgesprochen schön. Es gibt schattenspendende Bäume, nicht so viel Verkehr, einen plätschernden Bach, ein Eiscafé und einen Bäcker, außerdem das (alte) Gasthaus Kastanie. Vieles von dem, was einen Ort attraktiv und lebenswert macht, finden wir an der Ecke Bachgasse/Bahnhofstrasse.

Einen solchen attraktiven öffentlichen Raum wird es in der geplanten neuen Ortsmitte nie geben und kann nie entstehen. Stattdessen viel Verkehr, Lärm, Abgase, Verkehrsstaus, eine dunkle Straßenschlucht, die nicht zum Aufhalten einladen wird, kein Plätze zum Verweilen, leerstehende Ladeneinheiten, keine Bäume.

Nicht von ungefähr nutzen auch gerne unsere lokalen Parteien nachvollziehbar die Ecke Bachgasse/Bahnhofstraße für Ihren Wahlkampf, wie auch jetzt am kommenden Samstag.

An dem einen Ort schätzt man diese Umgebung, einen Steinwurf entfernt tut man aktiv alles dafür, einen solchen Ort zu verhindern und genaue das Gegenteil zu erschaffen. Schon absurd!

Nichts geht mehr rein!

  • Unwetter in Bickenbach am 7. August 2018
  • Überschwemmungsgefahr für Bachgasse und Hintergraben durch Einleitung aus der Neuen Mitte
  • Regenwasserrückhaltung für die geplante Neue Mitte nicht ausreichend
  • Renaturierter Bachlauf in der Bachgasse wird nicht gepflegt
  • Renaturierter Bachlauf soll erhalten werden!
  • Keine Information der Gemeinde zum Planungsfortgang Ortsmitte

 

Während des starken Regenereignisses am 7. August 2018 konnten der Landbach in der Bachgasse, der Hintergraben sowie der Landbach im weiteren Verlauf der Bahnhofstraße die Wassermassen gerade noch so fassen.

Überflutung (4)

Unterhalb der Furt, vermutlich nach der Brücke, soll das Niederschlagswasser aus der Neuen Mitte per Druckleitung eingeleitet werden

Überflutung (6)

An verschiedenen Stellen wurden bis zu 50 Liter Regen innerhalb einer Stunde gemessen. Dass ist sehr viel aber bei weitem nicht die Obergrenze. Wir müssen zukünftig häufiger mit solchen und auch noch schwereren Regenereignissen rechnen. Unter anderem auch nachzulesen in verschiedenen Publikationen des DWD, des Landes Hessen oder z.B. der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser.

Überflutung (9)

Es scheinen glücklicherweise keine größeren Schäden entstanden zu sein, obwohl sicherlich nicht viel dazu gefehlt hat.

Wir fragen uns allerdings, wo das Regenwasser aus der geplanten Neuen Mitte bei einem solchen Starkregen hin soll. Es ist für jedermann erkennbar, dass in den Landbach in der Bachgasse nichts mehr reinpasst. Es muss angenommen werden, dass es zukünftig noch stärkere Unwetter geben wird. Dazu kommt, dass dieses Unwetter sehr punktuell war und glücklicherweise nicht noch größere Wassermassen aus der Umgebung und dem Odenwald die Bäche belasteten. Ebenso ist festzuhalten, dass der Bachlauf bei Einsetzen des Starkregens mehr oder weniger leer war. Auch dies hätte anders sein können.

Überflutung (8)

 

Wir beobachten, dass der Landbach im Bereich der Bachgasse nicht gepflegt wird. Eine fachgerechte Pflege ist dringend notwendig und in gewissen Umfang kann die Fließgeschwindigkeit und somit auch die Kapazität durch eine Zurücknahme des Bewuchses beeinflusst werden. Erstaunlicherweise sind die Böschungen in der Bahnhofstraße akkurat gemäht, Büsche gekürzt und das Bachbett von Unrat gesäubert.

Es ist schon absurd. Dem Investor für die Neue Mitte werden Grundstücke 500.000 Euro unter Verkehrswert veräußert. Für Pflegemaßnahme des Bewuchses ist aber kein Geld da ist. Es wurde zwischenzeitlich sogar der Umbau des Baches mit einer (vermutlich zementierten) Böschungen ins Gespräch gebracht. Mittlerweile haben wir jedoch vom Bürgermeister erfahren, dass diese Überlegung nicht mehr weiterverfolgt wird und der ökologisch wertvolle und für den Charakter des Dorfes bedeutsame, mäandernde Landbach in der Ortsmitte erhalten werden soll. Der ein oder andere erinnert sich vielleicht auch noch, wie gerne das Motiv des idyllischen Landbaches im vergangenen Bürgermeisterwahlkampf genutzt wurde.

Rene Kirch - Landbach

Wahlkampfmotiv im letzten Jahr (hier: Rene Kirch)

 

ECHO_Sandbänke als Übeltäter

ECHO_Disput um Wildwuchs

 

Im ECHO Artikel „FEUERWEHR VERHINDERT ÜBERFLUTETE BACHGASSE“ vom 9. August 2018 erklärt der Bürgermeister, in der geplanten neuen Ortsmitte werde ein Staukanal gebaut, der das Regenwasser aufnehme. Der geplante Staukanal ist viel zu klein, um das Wasser eines Starkregens aufzunehmen. Die Pumpen im Staukanal würden mehr oder weniger sofort anspringen und in den Landbach pumpen. Da geht aber in einem solchen Fall nichts mehr rein, das verkraftet der Landbach nicht. Es würde zu Überschwemmungen kommen. Die Möglichkeit, den Landbach über den Hintergraben weiter zu entlasten, scheidet auch aus, da es sonst in diesem Bereich zu Überschwemmungen kommen würde. In Summe werden sich 200-300m³ Wasser aus dem dann nunmehr versiegelten Areal der Neuen Mitte einen anderen Weg suchen.

ECHO_Feuerwehr verhindeert Überflutung

Es ist anzunehmen, dass Planungen, Ideen und Konzepte zur Druckleitung bzw. Entwässerung als solches seitens der Gemeinde und des Investors laufen. Leider erfährt die breite Bevölkerung nur durch die Presse davon. Details dazu sind nicht bekannt, obwohl es für die gesamte Bevölkerung von Interesse wäre zu erfahren, was diesbezüglich geschehen soll und welche Baumaßnahmen damit verbunden wären.

Die Bürgerinitiative hatte schon von Anfang an festgestellt, dass das ganz Thema rund um die Entwässerung grundsätzlich problematisch ist und auch eine Druckleitung wiederum Probleme mit sich bringen wird. Das interessierte aber die Gemeinde nicht.

Nach der Beschlussfassung zu dem geänderten Bebauungsplan gibt seitens der Gemeinde bis heute keine offizielle Information der Bürgerschaft zum Fortgang der Neuen Mitte. Vom vielbeschworenen Dialog während des Bürgermeisterwahlkampfes keine Spur.

 

 

 

BI Ortsmitte Bickenbach auf der Gewerbeschau 2018

Gewerbeschau/Aktionstage in Bickenbach am 11. und 12. August, 2018

  • Reges Interesse der Besucher
  • Wünsche zur erfolgreichen Verhinderung der geplanten Bebauung

 

Die Bürgerinitiative Ortsmitte beteiligte sich an der Gewerbeschau in Bickenbach. Zunächst waren wir skeptisch, was wir auf einer Gewerbeschau verloren haben. Die Teilnahme war gut und wichtig. Viele Besucher interessierten sich für unseren Stand, sprachen mit uns über Bickenbach, die Ortsmitte, die Probleme und die Politik. Die meisten wünschten uns viel Erfolg.

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Auch Befürworter der geplanten Bebauung konnten wir überzeugen. Ausgemachte Gegner machten auch Halt am Stand, diskutierten und stimmten uns in der einen oder anderen Position zu.

 

Es hat uns ausgesprochen viel Spaß bereitet, bei schönstem Wetter mit so vielen interessierten Menschen ausführliche Gespräche und Diskussion zu führen und zu sehen, dass das Interesse an der Ortsmitte weiterhin ausgesprochen groß ist.

 

 

Müssen wir uns von der Furt in der Steingasse/Bachgasse verabschieden?

Ein Kommentar von Marc-Andre Lyachenko

  • Antrag für den Umbau der Furt an der Ecke Steingasse/Bachgasse
  • Geplant ist eine geschlossene Rinne
  • 20.000 EUR im Haushalt für Umbau vorgesehen

 

Verschiedene Medien und auch die BI hatten über diese Diskussion bereits berichtet, die nach der Vereisung der Furt in diesem Winter aufkam. Nun soll die Furt an der Ecke Steingasse/Bachgasse umgebaut werden. Geplant ist, eine geschlossene Metallrinne in die Furt einzulassen, durch die zukünftig das Wasser fließen wird.

Furt

Das Problem ist an sich nicht neu, schließlich gibt es an dieser Stelle nicht erst seit gestern eine Furt. In der Vergangenheit behalf sich die Gemeinde damit, dass sie den Bachlauf schlicht über die Wintermonate abriegelte, so dass kein Wasser mehr floss. Die Untere Naturschutzbehörde (UNB) hat dies jedoch untersagt (da schlicht nicht erlaubt).

Als Anwohner (und Bauingenieur) habe auch ich mir so meine Gedanken gemacht und versucht zu verstehen, was ein Umbau letztendlich bedeutet bzw. was er bringt. Ob ein Umbau überhaupt möglich ist, ist wieder eine andere Frage, handelt es sich bei diesem gesamten Bereich doch um ein Flächendenkmal.

Aber selbst wenn man es dürfte, wie hoch ist der Aufwand und was bringt es?! Löst es das Problem? Kommen neue Probleme hinzu? Gibt es Alternativen?

Übertragen auf die benannte Furt, gibt es aus meiner Sicht eine Reihe von Problemstellungen, die untersucht und abgewogen werden müssten. Einige mal aufgelistet:

  1. Vereisung des Baches mit einhergehender Verstopfung durch Eis und das und Übertreten des Wassers sowie noch mehr Eis in Bach- und Steingasse. So passiert in diesem Jahr.
  2. Rutschgefahr für Fußgänger, insbesondere am Gefälle des Gehweges entlang der Bachgasse sowie auf dem Kopfsteinpflaster der Bachgasse/Steingasse.
  3. Rutschgefahr für Fahrradfahrer auf der Furt beim Einbiegen in die Steingasse bzw. Ausbiegen aus selbiger sowie für die jüngeren Fahrradfahrer, die auf dem Gehweg fahren dürfen.
  4. Für den motorisierten Verkehr stellt das Eis kein Problem dar, sofern nicht Punkt 1 eintritt.

 

Man muss an dieser Stelle vorweg nehmen, dass gemäß Berichterstattung im ECHO die UNB von Fall zu Fall bei Extremwetterlagen (betrifft Punkt 1 und 4) dem Abstellen des Wasserlaufes zustimmen kann. Somit wären diese beiden Punkte bereits gelöst, da eine Situation wie im letzten Winter auch ohne weitere Umbaumaßnahmen handhabbar ist.

Bleibt noch die Gefährdung des nicht motorisierten Straßenverkehrs durch „normales“ Eis, Punkte 2 und 3. Hier stellt sich die Frage, ob es eine erhöhte Gefährdung durch die Furt gibt und wenn ja, wie man diese in den Griff bekommt.

Versuchen wir mal, eine solche Rinne als Option hinsichtlich der Lösung der Punkte 2 und 3 zu betrachten:

  • In Extremwetterlagen (z.B. komplettes Einfrieren des Baches) würde die Gemeinde das Abstellen des Wasserlaufes bei den UNB beantragen. Es fließt kein Wasser, die Rinne bliebe leer und nutzlos.
  • Bei „normaler“ Eisgefahr (eben ein normaler Winter) würde vermutlich das Wasser durch die Rinne fließen. Die restliche Furt wäre scheinbar trockengelegt. Dennoch würde überfrierende Nässe entstehen (das Wasser ist noch da), das Kopfsteinpflaster sowohl in der Furt als auch in direkter Umgebung (Gehweg) wären vermutlich weiterhin rutschig, auch wenn weniger Wasser durch durchfahrende Fahrzeuge „verschleppt“ würde.
  • Die Metallabdeckung der Rinne würde eine Vereisung bilden. Die Gefahr für Fahrradfahrer wäre weiterhin bestehend. Es langt das Wegrutschen des Vorderrades auf einer solch vereisten Metallabdeckung.

 

Ich glaube, dass eine Rinne keine Entschärfung der Gefährdung von Fahrradfahrern und Fußgängern bewirkt. Zumindest nicht in dem Maße, dass man danach behaupten könnte, das Problem sei gelöst. Grundsätzlich entbindet eine solche Rinne weder Gemeinde noch Anwohner von Ihrer Verkehrssicherungspflicht. Kontrollieren, Räumen und Streuen wären weiterhin notwendig. Rinne hin oder her.

Welche negativen Auswirkungen wird eine solche Rinne haben:

  • Die Furt wäre dauerhaft in ihrem Erscheinungsbild und Charakter gestört
  • Bei Niedrigwasser, auch in warmen Jahreszeiten, bildet sich kein Wasser mehr in der Furt. Dieser „Spielplatz“ für Mensch und Tiere wäre nicht mehr vorhanden
  • Eine Rinne muss regelmäßig gewartet werden, zu allen Jahreszeiten. D.h. prüfen, öffnen und reinigen, von Zeit zu Zeit reparieren. Unrat (Abfall), Pflanzen, Ablagerungen etc. können die Rinne verstopfen. Die Metallabdeckung muss für Belastungen durch den Straßenverkehr fest verschraubt sein Wartungsarbeiten sind einigermaßen Aufwändig und können wiederum kurzzeitige Sperrungen zur Folge haben
  • Im Winter besteht die Gefahr, dass die Rinne vereist oder durch Eis und Schnee zugesetzt wird. Das Ursprungsproblem wäre wieder da, Wasser würde seinen Weg anderweitig suchen
  • Die Durchgängigkeit des Bachlaufes für Fische und andere Wasserlebewesen könnte beeinträchtigt werden

 

Sicherlich gibt es bei längerem Überlegen noch weitere Punkte, die gegen eine solche Rinne sprechen. Eventuell gibt es auch Argumente, die für eine Rinne sprechen. In Summe würde mich diese erste Abwägung jedoch nicht überzeugen, eine solche Umbaumaßnahme einzuleiten.

Nicht nur vom Aufwand her, sondern auch vom eigentlichen Ausmaß des Problems. An der Bergstraße haben wir doch vergleichsweise wenige Frosttage (Kern des Problems, vermutlich 2-3 Wochen pro Jahr, wenn überhaupt). D.h. der Aufwand, diese wenigen Tage vermeintlich durch eine Rinne in den Griff zu bekommen, steht nicht in Relation zu den Abstrichen, die für den Großteil der warmen Tage in Kauf genommen werden müssen.

Was also tun?

Wie gesagt, es geht im Regelfall um wenige Tage, an denen Eis und Schnee bzw. Bodenfrost an dieser Furt wirklich zu einer Gefahr werden kann (übrigens nicht nur dort). Vornehmlich für Fahrradfahrer und Fußgänger. Um hier ausreichenden Schutz bieten zu können, ist meiner Meinung keine Umbaumaßnahme erforderlich. Genauso wenig muss gleich die ganze Steingasse gesperrt werden. Eis und Schnee sind auf allen nicht geräumten Straßen und Gehwegen ein Problem.

  • Es wäre hilfreich, in den Wintermonaten deutliche Warnschilder aufzustellen, die vor der Rutschgefahr warnen und Fahrradfahrer zum Absteigen auffordern
  • Frühzeitiges Streuen von Splitt ist sicherlich hilfreich und eigentlich Teil der eh bereits vorhandenen Verkehrssicherungspflicht
  • Es wäre ein Versuch wert, für diese wenigen Tage vielleicht mit Antirutschmatten Abhilfe zu schaffen. Man kennt solche Matten aus Gegenden, die regelmäßig von strengen Wintern geplagt sind

 

Diese Maßnahmen könnten meiner Meinung nach (das muss nicht die einzige und schon gar nicht die einzig richtige Meinung sein) ohne allzu großen Aufwand durch die Gemeinde umgesetzt werden.

Die Furt, wie wir sie jetzt kennen und schätzen, könnte erhalten bleiben. Die Gemeinde könnte die Kosten für die Umbaumaßnahmen sparen. Für den Umbau sind bereits 20.000 EUR im Haushalt veranschlagt.

 

Identifikation mit dem Ort erzeugt Heimat

Ein Beitrag zu dem Artikel im Darmstädter Echo „Die Innenstadt hat Zukunft, aber anders, vom 10.8.2018:

  • Griesheim macht es vor
  • Fachliche Beratung bei der Stadtentwicklung
  • Sehnsucht nach klein, leise und übersichtlich
  • Aufenthaltsräume für soziale Kontakte schaffen
  • Öffentliche Räume attraktiv gestalten
  • „Emotion und Seele, statt Bagger und Schaufel“

In Griesheim holte sich die Gemeinde fachlichen Rat von außen zur Unterstützung im Vorfeld politischer Weichenstellungen und Entscheidungen. Griesheim macht es richtig. Alle in dem Artikel erwähnten Aspekte fehlen bei der geplanten Ortsmitte in Bickenbach. Verbundenheit mit einem Ort -Heimat- entsteht so nicht.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen des sehr interessanten Artikels.

Hier geht’s zum Artikel auf ECHO online

Die Innenstadt hat Zukunft, aber anders

 

UMBAU LANDBACH VON SPD GEPLANT

  • Bürgermeister sagt Unwahrheiten
  • Landbach soll wieder Rinne werden
  • Furt soll umgebaut werden

Zum Artikel im Darmstädter Echo „Sandbänke als Übeltäter“ vom 23. 7. 2018

Die Bürgerinitative hat mehrfach auf die Überschwemmungsgefahr in der Bachgasse hingewiesen, sollte bei Starkregen zusätzlich Wasser von den Grundstücken der Schlossallee GmbH in der Ortsmitte in den Landbach eingeleitet werden.

Nun kommt ein Antrag der SPD den Bachlauf von Bewuchs und Steinen freizuräumen. Damit soll die Menge des transportierbaren Wassers erhöht werden.

Wir können uns des Eindrucks nicht erwehren, dass insbesondere der Zweck verfolgt wird Voraussetzungen zu schaffen, dass die Schlossallee GmbH Oberflächenwasser einleiten kann.

Unter den heutigen Zuständen würde das unweigerlich bei Starkregen zu Überschwemmungen in der Bachgasse führen.

Herr Hennemann versucht zusätzlich die Bürgerinitative Ortsmitte in eine Verantwortlichkeit zu ziehen. Er behauptet, die Bürgerinitative sei dafür verantwortlich, dass das Gewässer des Landbachs nicht mehr abgestellt werden dürfe.

Die Aussage ist falsch und unwahr.

Der Stein kam ins Rollen als Anwohner im Bachbett des abgestellten Landbachs sterbende Fische entdeckten, Anrufe bei der Gemeinde mit der Bitte tätig zu werden, ergebnislos verliefen und daraufhin Anwohner die Untere Naturschutzbehörde informierten.

Es stellte sich heraus, dass die Gemeinde jahrelang gegen geltendes Recht verstieß, wenn sie das Gewässer abstellte.

Nicht die Bürgerinitative hat es zu verantworten, dass der Landbach nun nicht mehr abgestellt wird, führende Verantwortliche in der Gemeinde haben es zumindest geduldet, dass jahrelang gegen geltendes Recht verstoßen wurde.

Es geht auch der weitere Versuch von Herrn Hennemann ins Leere die Bürgeriniative dafür verantwortlich zu machen, dass er sich mit der Furt an der Steingasse beschäftigen muss. Offensichtlich soll auch hier der Boden bereitet werden für einen Umbau, damit der Investor dort ein Einleitungsbauwerk für Oberflächenwasser aus der geplanten neuen Ortsmitte überhaupt errichten kann.

Es sind untaugliche Versuche die Bürgerinitative, die mittlerweile ein hohes Maß an Zustimmung für Ihre Haltungen zur geplanten Bebauung in der Ortsmitte und den gemeindlichen Grundstücksverkäufen genießt, in Misskredit zu bringen.

Es soll ein weiteres Mal zu Lasten der Bürger Voraussetzungen für den Investor geschaffen werden.

Durch wenige Maßnahmen lässt sich die Fliessgeschwindigkeit erhöhen. Der mäandernde Bach lässt sich erhalten. Überschwemmungen können verhindert werden, wenn kein zusätzliches Oberflächenwasser aus der Ortsmitte eingeleitet wird.

Die von vielen liebgewonnene Furt kann erhalten werden und darf nicht durch ein Einleitungsbauwerk verunstaltet werden. Der Fußgängerweg, der auch von Radfahrern benutzt wird, kann mit einfachen Mitteln entschärft werden, so dass Gefährdungen an der Furt zukünftig ausgeschlossen werden können.

20180724DE29

Quelle Zeitungsartikel:

Stehle, Claudia (2018): Sandbänke als Übeltäter, in: Darmstädter Echo, 23. 7. 2018