Nichts geht mehr rein!

  • Unwetter in Bickenbach am 7. August 2018
  • Überschwemmungsgefahr für Bachgasse und Hintergraben durch Einleitung aus der Neuen Mitte
  • Regenwasserrückhaltung für die geplante Neue Mitte nicht ausreichend
  • Renaturierter Bachlauf in der Bachgasse wird nicht gepflegt
  • Renaturierter Bachlauf soll erhalten werden!
  • Keine Information der Gemeinde zum Planungsfortgang Ortsmitte

 

Während des starken Regenereignisses am 7. August 2018 konnten der Landbach in der Bachgasse, der Hintergraben sowie der Landbach im weiteren Verlauf der Bahnhofstraße die Wassermassen gerade noch so fassen.

Überflutung (4)

Unterhalb der Furt, vermutlich nach der Brücke, soll das Niederschlagswasser aus der Neuen Mitte per Druckleitung eingeleitet werden

Überflutung (6)

An verschiedenen Stellen wurden bis zu 50 Liter Regen innerhalb einer Stunde gemessen. Dass ist sehr viel aber bei weitem nicht die Obergrenze. Wir müssen zukünftig häufiger mit solchen und auch noch schwereren Regenereignissen rechnen. Unter anderem auch nachzulesen in verschiedenen Publikationen des DWD, des Landes Hessen oder z.B. der Bund/Länder-Arbeitsgemeinschaft Wasser.

Überflutung (9)

Es scheinen glücklicherweise keine größeren Schäden entstanden zu sein, obwohl sicherlich nicht viel dazu gefehlt hat.

Wir fragen uns allerdings, wo das Regenwasser aus der geplanten Neuen Mitte bei einem solchen Starkregen hin soll. Es ist für jedermann erkennbar, dass in den Landbach in der Bachgasse nichts mehr reinpasst. Es muss angenommen werden, dass es zukünftig noch stärkere Unwetter geben wird. Dazu kommt, dass dieses Unwetter sehr punktuell war und glücklicherweise nicht noch größere Wassermassen aus der Umgebung und dem Odenwald die Bäche belasteten. Ebenso ist festzuhalten, dass der Bachlauf bei Einsetzen des Starkregens mehr oder weniger leer war. Auch dies hätte anders sein können.

Überflutung (8)

 

Wir beobachten, dass der Landbach im Bereich der Bachgasse nicht gepflegt wird. Eine fachgerechte Pflege ist dringend notwendig und in gewissen Umfang kann die Fließgeschwindigkeit und somit auch die Kapazität durch eine Zurücknahme des Bewuchses beeinflusst werden. Erstaunlicherweise sind die Böschungen in der Bahnhofstraße akkurat gemäht, Büsche gekürzt und das Bachbett von Unrat gesäubert.

Es ist schon absurd. Dem Investor für die Neue Mitte werden Grundstücke 500.000 Euro unter Verkehrswert veräußert. Für Pflegemaßnahme des Bewuchses ist aber kein Geld da ist. Es wurde zwischenzeitlich sogar der Umbau des Baches mit einer (vermutlich zementierten) Böschungen ins Gespräch gebracht. Mittlerweile haben wir jedoch vom Bürgermeister erfahren, dass diese Überlegung nicht mehr weiterverfolgt wird und der ökologisch wertvolle und für den Charakter des Dorfes bedeutsame, mäandernde Landbach in der Ortsmitte erhalten werden soll. Der ein oder andere erinnert sich vielleicht auch noch, wie gerne das Motiv des idyllischen Landbaches im vergangenen Bürgermeisterwahlkampf genutzt wurde.

Rene Kirch - Landbach

Wahlkampfmotiv im letzten Jahr (hier: Rene Kirch)

 

ECHO_Sandbänke als Übeltäter

ECHO_Disput um Wildwuchs

 

Im ECHO Artikel „FEUERWEHR VERHINDERT ÜBERFLUTETE BACHGASSE“ vom 9. August 2018 erklärt der Bürgermeister, in der geplanten neuen Ortsmitte werde ein Staukanal gebaut, der das Regenwasser aufnehme. Der geplante Staukanal ist viel zu klein, um das Wasser eines Starkregens aufzunehmen. Die Pumpen im Staukanal würden mehr oder weniger sofort anspringen und in den Landbach pumpen. Da geht aber in einem solchen Fall nichts mehr rein, das verkraftet der Landbach nicht. Es würde zu Überschwemmungen kommen. Die Möglichkeit, den Landbach über den Hintergraben weiter zu entlasten, scheidet auch aus, da es sonst in diesem Bereich zu Überschwemmungen kommen würde. In Summe werden sich 200-300m³ Wasser aus dem dann nunmehr versiegelten Areal der Neuen Mitte einen anderen Weg suchen.

ECHO_Feuerwehr verhindeert Überflutung

Es ist anzunehmen, dass Planungen, Ideen und Konzepte zur Druckleitung bzw. Entwässerung als solches seitens der Gemeinde und des Investors laufen. Leider erfährt die breite Bevölkerung nur durch die Presse davon. Details dazu sind nicht bekannt, obwohl es für die gesamte Bevölkerung von Interesse wäre zu erfahren, was diesbezüglich geschehen soll und welche Baumaßnahmen damit verbunden wären.

Die Bürgerinitiative hatte schon von Anfang an festgestellt, dass das ganz Thema rund um die Entwässerung grundsätzlich problematisch ist und auch eine Druckleitung wiederum Probleme mit sich bringen wird. Das interessierte aber die Gemeinde nicht.

Nach der Beschlussfassung zu dem geänderten Bebauungsplan gibt seitens der Gemeinde bis heute keine offizielle Information der Bürgerschaft zum Fortgang der Neuen Mitte. Vom vielbeschworenen Dialog während des Bürgermeisterwahlkampfes keine Spur.

 

 

 

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