Reparaturbetrieb beim Verkehr in Bickenbach

Presseerklärung der Bürgerinitiative Ortsmitte Bickenbach zum Verkehr

  • Zum Friedhof
  • Zu den Sitzhilfen und der „netten Toilette“
  • Zu dem Stellplatzwahn

 

Nachstehend die Presseerklärung der Bürgerinitiative Ortsmitte Bickenbach zum Verkehr, die das Darmstädter Echo erhalten hat. Danach stehen einige Ergänzungen und Belege zu Aussagen in der Presseerklärung, die aus platzgründen nicht aufgenommen wurden.

 

Presseerklärung der „Bürgerinitiative Ortsmitte Bickenbach“ zu den Vorstellungen von CDU und SPD zum Verkehr

Die „Bürgerinitiative Ortsmitte Bickenbach“ beschäftigt sich schon lange intensiv mit der schwierigen Verkehrssituation in Bickenbach.

Die Bürgerinitiative hat die Verkehrssituation in Bickenbach analysiert und die grundsätzlichen Probleme herausgearbeitet. In dem „Diskussionsforum Verkehr“ im Mai 2019 wurden die Ergebnisse vorgestellt und mit der Bürgerschaft diskutiert. Planerische Konzepte sind zur Reduktion des Autoverkehrs im Ort, der Reduktion der Schadstoff- und Lärmbelastung durch Auto- und Schienenverkehr unumgänglich und für eine bessere und gleichberechtigte Teilhabe von Fußgängern und Radfahrern.

Diese Ansätze zur Entlastung des Verkehrs finden sich in den Konzepten von CDU und SPD nicht. Zu dem Radwegekonzept des Kreises Darmstadt-Dieburg gab es keine Vorschläge dieser Parteien für Bickenbach. Stattdessen ist es das Hauptanliegen von CDU und SPD den fließenden Autoverkehr in Bickenbach sicherzustellen. Bickenbach muss kein autogerechtes Dorf werden. Das sind städtische Konzepte der 70iger Jahre, die in die Mottenkiste gehören.

Die Bürgerinitiative ist der Auffassung, dass nur mit Hilfe kompetenter Fachleute ein tragfähiges und nachhaltiges Verkehrskonzept, das den Durchgangsverkehr, die Schadstoffbelastung und den Lärm reduziert, erstellt werden kann. Ein mit Fachleuten diskutierter Vorschlag der Bürgerinitiative ist die Errichtung eines Kreisverkehrs an der südlichen Einmündung zur Berta-Benz-Straße. Der Kreisverkehr sorgt für fließenden Verkehr, lenkt den Verkehr sicher und schafft eine komfortable Wahlmöglichkeit, die auch dem Einzelhandel im Ort zu Gute kommt. Eine von der Gemeinde vorgesehene Ampelanlage ist eine schlechtere Lösung, denn sie erzeugt eine viel höhere Belastung. Ausreichender Platz steht zur Verfügung.

Das Baugebiet Zwingenberger Straße wurde durch die Einmündung der Berta-Benz-Straße abgeschnürt. Stadtplaner, mit denen die Bürgerinitiative sprachen, waren verblüfft über die Verkehrsführung der Berta-Benz-Straße, die das Baugebiet zerschneidet. Nun muss durch einen neuen Bebauungsplan mühsam und kostenaufwändig versucht werden zu einer Bebauung zu kommen. Das ist ein weiteres Beispiel aus Sicht der Bürgerinitiative, das zeigt, wie wichtig gute stadtplanerische Beratung auch auf dem Land ist.

Ein funktionierendes Verkehrskonzept zeichnet sich dadurch aus, dass Fußgänger, Radfahrer oder Autofahrer gleichberechtigte Verkehrsteilnehmer sind. Das ist auch für die Ortsmitte als zentraler Ort Bickenbachs wichtig und eine der Grundvoraussetzung für eine gut angenommene mit Leben erfüllte Ortsmitte. Der viele Auto- und Durchgangsverkehr stellt außerdem eine Gefahr für ältere Menschen, Kinder, Mütter mit Kinderwagen und Radfahrer dar.

Die Bundesregierung ist interessiert an der Entwicklung und Förderung des öffentlichen Nahverkehrs, dem Radwegeausbau und E-Mobilität und stellt dafür hohe Summen als Fördergelder zur Verfügung. Diese Förderung sollten die Parteien Bickenbachs zum Wohle ihrer Bevölkerung in Anspruch nehmen und ein umfassendes Verkehrskonzept erstellen. Eine Situationsanalyse, auf die Zukunft gerichtete Beiträge und Konzepte von Experten und die Beteiligung der Bürgerschaft an der Debatte, sind wichtige Teile, die Bickenbach zu einem modernen, lebens- und liebenswerten Ort machen.

 

Der CDU fällt nichts Wichtigeres ein zur Bewältigung der Verkehrsprobleme, als die Verkürzung der Parkdauer am Friedhof.

Die von der Gemeinde aufgestellten Sitzhilfen und die Idee der sogenannten „nette Toilette“ sind keine Beiträge zur Steigerung der Mobilität von älteren Menschen. Sie sind Ausdruck einer verfehlten Ortsentwicklung und -politik. Es fehlen öffentliche Räume für den Aufenthalt und soziale Anlaufpunkte, die jederzeit für Ältere zur Verfügung stehen.

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Sitzhilfe, direkt an der Pfungstädter Straße -laut, schlechte Luft, gefährlich

 

Statt durch Reduktion der Stellplatzanzahl bei Bauvorhaben den begonnenen Paradigmenwechsel weg vom Auto zu unterstützen und in Radwege und den öffentlichen Nahverkehr zu investieren, soll die Anzahl der nachzuweisenden Stellplätze erhöht werden. -Falsche Richtung!-

Und was macht der Bundesverkehrsminister Scheuer (CSU)? Er will die Bußgelder für das Zuparken von Radwegen drastisch erhöhen. -Richtige Richtung! Und was bedeutet das für Bickenbach? Nichts, denn in Bickenbach gibt nur wenige Meter Radwege.

 

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