Unser Verkehrschaos in der Ortsmitte

Schon heute ist die verkehrliche Situation in der Ortsmitte in der Darmstädter Straße bedrohlich. Parkende Autos, auf der Straße wartende Fahrzeuge, Fußgänger, die sich zwischen Hauswänden und Autos durchzwängen. Für Radfahrer und Menschen mit Mobilitätseinschränkungen gibt es schon jetzt kaum Platz.

Man stelle sich dazu die Autos vor, die zukünftig dort parken sollen, wo jetzt der Bürgersteig ist, garniert mit einer über 13m hohen Gebäudefront.
Schon jetzt kommen keine zwei Fahrzeuge aneinander vorbei, wenn nur einseitig gehalten wird, um kurze Erledigungen zu tätigen.
Eventuell muss man sich zukünftig an solche Bilder gewöhnen, auch wenn kein Stau auf der Autobahn ist. Auch hier darf man sich gerne die über 13m hohe Gebäudefront dazu denken.

Wer denkt, dass bei der Bebauung der Ortsmitte die Gelegenheit genutzt wird, die verkehrlichen Defizite auszumerzen, sieht sich getäuscht. Auf der Südseite des Baugrundstückes soll ein gewaltiger und hoher Gebäuderiegel eng an der Darmstädter Straße errichtet werden, mit vorgelagerten Längsparkständen und einer zusätzlichen LKW-Ladezone, wodurch es erst richtig eng wird. Verkehrsbehinderungen und Staus sind da vorprogrammiert. Dazwischen ein schmaler Fußgängerstreifen, der von der Einfahrt und Ausfahrt der Tiefgarage gekreuzt wird auf dem an den Müllabfuhrtagen viele Mülltonnen oder Müllsäcke zum Abtransport abgestellt werden.

Dann ist das Chaos perfekt! Aber nicht nur das. Gefährlich bleibt es für Fußgänger, Rad- und Rollerfahrer, Kinder, Ältere und Personen, deren Mobilität eingeschränkt ist. Dazu Abgase, Feinstaub, Lärm in der dann entstandenen Straßenschlucht, gesäumt mit 3 geplanten kümmerlichen Bäumchen, die eine Art Allee erzeugen sollen. Nichts wird geschaffen, das zum Aufenthalt einlädt! Nichts getan zum Klimaschutz!

Eine attraktive Ortsmitte sieht anders aus!

Es ist der schiere Wahnsinn, was sich da jemand ausgedacht hat und was von SPD, CDU und FDP inklusive altem und aktuellem Bürgermeister gutgeheißen wird. Alle haben die Zeichen der Zeit wie den Klimawandel, die demographische Entwicklung und die Zukunft der Mobilität nicht erkannt. Man bewegt sich mit den „städtebaulichen Überlegungen“ rückwärts in die 80iger Jahre des letzten Jahrhunderts.

Eine Chance wird vertan!

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