Appell macht guten Fortschritt!

Wir freuen uns über die weiterhin zunehmende, positive Resonanz auf unseren Appell! In den vielen hundert geführten Gesprächen wird deutlich, dass die aktuelle Investorenplanung in der Mehrheit auf Skepsis und Ablehnung stößt, trotz des Wunsches aller, dass die Ortsmitte bebaut werden soll.

Die von uns erstellte Idee für eine alternative Planung hat hierbei viele positive Diskussionen angeregt. Wir scheinen damit vom Grundsatz her viele Menschen zu erreichen, da moderne Konzepte mit ansprechender, ortsangepasster Bebauung kombiniert werden.

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Unser Konzept soll dazu animieren, über eine Planungsalternative nachzudenken. In den letzten 2 Jahren wurde die aktuelle Planung als alternativlos dargestellt und deshalb nie eine Debatte über Alternativen geführt. Es ist aber keineswegs zu spät, diese Debatte nachzuholen. Wert ist es das allemal!

Unser Konzept werden wir am 19.1.2018 ab 19:30 Uhr im Bürgersaal des Rathauses nochmals detaillierter vor- und zur Diskussion stellen.

Am 20.1.2018 stehen wir wie gewohnt von 10-12 Uhr für Fragen und Antworten an unserem Infostand vor dem Rathaus bereit. Ebenso am 21.1.2018 von 8-10 Uhr vor der Bäckerei Liebig.

Zuvor tagt der PLU-Ausschuss der Gemeinde bereits morgen am 16.1.2018 in öffentlicher Sitzung zu diesem Projekt. Hier wird üblicherweise die Beschlussempfehlung für die Gemeindevertretungssitzung diskutiert und ggf. beschlossen.

Die öffentliche Gemeindevertretungssitzung, an welcher der Beschluss zur aktuellen Planung erfolgen soll, findet am 25.1.2018 statt.

Nachtrag:

Die öffentlichen Sitzungen der Gemeinde finden in der Regel jeweils um 19:30 Uhr statt. Die oben erwähnten Sitzungen in jedem fall.

Sitzungen der Gemeinde werden im Ratsinformationssystem eingetragen. Dort finden sich auch immer jeweils die öffentlichen Anlagen wie z.B. Beschlussvorlagen, B-Plan, Gutachten etc.

Terminkalender der gemeinde Bickenbach

 

 

 

Planungsvorschlag der BI

Wir wünschen einen guten Start ins neue, sicherlich spannende Jahr!

Wir haben seitens der BI die Feiertage genutzt und zusammen mit Architekten an einem alternativen Planungsvorschlag gearbeitet. Es handelt sich hierbei um eine erste Idee, wie eine alternative Planung aussehen könnte, ohne das bisherige Konzept komplett auf den Kopf zu stellen.

Hierbei sind uns wichtig:

  • ortstypische Bebauung und Einfügung in die Umgebung
  • Wohlfühlorte durch Schaffung von nutzbaren öffentlichen Räumen
  • Schaffung Aufenthaltsqualitäten durch Erhalt von Grünzonen
  • angemessene Proportionen und Architektur zur Identitätsstiftung
  • ausreichende Anzahl von Kurzzeitparkplätzen zur Sicherstellung einer ausreichenden Frequenz für den Einzelhandel
  • keine flächendeckende Tiefgarage

 

Wir werden dieses Konzept auf einer öffentlichen Veranstaltung am 19.1.2018 ab 19:30 Uhr im Rathaus vorstellen und erläutern. Mit diesem Konzept möchten wir auch zeigen, wie die mit unserem Appell geforderte Zeit genutzt werden kann.

Die Pläne finden Sie hier als PDF zum Herunterladen.

 

 

Bezahlbarer Wohnraum?

Seit einigen Tagen läuft nun schon unser Aufruf für einen Appell an die Gemeindevertretung mit dem Ziel, einen Beschluss des Bebauungsplans am 25. Januar 2018 auszusetzen und die Planung nochmals zu überprüfen. Bisher sind wir sehr zufrieden über die Rückläufe und es freut uns, dass sehr viele Bickenbacherinnen und Bickenbacher die aktuelle Planung, trotz des Wunsches einer Entwicklung des Areals, ebenso kritisch sehen. Vielen Dank an dieser Stelle für die vielen Gespräche und die rege Bereitschaft, sich an dem Appell zu beteiligen!

Wir haben als Reaktion auf unseren Appell zwar überwiegend Zuspruch bekommen, jedoch auch kritische Fragen. Einige Punkt möchten wir aufgreifen, da diese zeigen, wie die Informationspolitik der Gemeinde und des Investors funktioniert.

Wir wurden auf unseren Flyer gegen die Bebauung der Ortsmitte angesprochen! So wird das auch seitens der Gemeinde dargestellt: Einige wenige Bürger wären gegen eine Bebauung. Es geht nicht um das „Für“ oder „Wider“ einer Bebauung sondern um das „Was“ und „Wie“. Weder die Bürgerinitiative noch sonstige Interessengruppen haben sich jemals gegen eine Bebauung der Ortsmitte ausgesprochen.

Es wurde in einer E-Mail der Kontext hergestellt, dass ja bezahlbarer Wohnraum benötigt wird und deshalb dicht bebaut werden müsse, um jungen Familien Platz zu schaffen!

An diesem Thema (bezahlbarer Wohnraum) haben sich Komm,A und anfänglich SPD gegen den Widerstand von CDU und FDP aufgerieben und sich letztendlich nicht durchsetzen können. Bezahlbarer Wohnraum ist in der aktuellen Planung nicht ansatzweise Vorgesehen. Die Verkaufspreise der „exklusiven Etagenwohnungen“ werden ab 3.000 EUR/m² beginnen (so bereits im September 2016 inseriert).

Sofern die Wohnungen vermietet und nicht selbst genutzt werden, kann man sich relativ schnell über die üblichen Mietrenditen einen zu erwartenden Mietpreis errechnen. Dieser wird sich sicherlich bei 13-16 EUR/m² einpendeln, je nach herangezogener Mietrendite (3-5%). Dazu kommen noch die Stellplatzkosten. Es ist nicht anzunehmen, dass ein Investor eine sehr teure Tiefgarage umsonst dazugibt… Die Penthouse-Wohnungen werden vermutlich noch teurer verkauft/vermietet werden.

Zur Dichte haben wir schon vielfach geschrieben und wir sind weiterhin der Überzeugung, dass eine Dichte von 91 Wohneinheiten pro Hektar bei weitem zu viel ist. Das sind Werte vergleichbar für Projekte in Darmstadt oder Frankfurt!

Gernsheim, Groß-Umstadt und auch Bensheim ziehen hier mit maximal 50 Wohneinheiten pro Hektar deutlich geringere Werte für deren Planungen heran – das sind aber Mittelzentren! Warum also muss Bickenbach als Kleinzentrum, als Dorf mit 6.000 Einwohnern, derart über das Ziel hinausschießen – wieder einmal?

Sind 30-35 Wohneinheiten nicht völlig ausreichend? Böte das nicht den Vorteil, deutlich offener (und niedriger) bauen zu können, mit einer deutlich kleineren Tiefgarage? Böte das nicht Möglichkeiten, mehr unversiegelte Grünfläche zu erhalten und somit z.B. das Problem mit dem Regenwasser besser und verträglicher in den Griff zu bekommen? Könnte man nicht moderne Bebauung mit klassischen Elementen wie Giebeldächern kombinieren? Für die Gemeinde hätte dies ausschließlich Vorteile! Das ganze kann nach wie vor umgesetzt werden. Man muss dazu nicht einmal den B-Plan in Gänze wieder auf den Kopf stellen. Eine entsprechende alternative Planung kann in 6 Monaten über die Bühne laufen. Länger hat der Investor bisher auch nicht für seinen Plan benötigt.

All diese Punkte wurden im Übrigen bereits in vielen Gesprächen mit der Gemeindevertretung erörtert – und ignoriert!

Eine weitere Verzögerung bedeute Verschwendung von Geld. Sicher, eine Überprüfung der Planung ist nicht gänzlich umsonst zu haben. Wichtig ist zu wissen, dass unsere Gemeinde hierfür nicht bezahlt sondern die Kosten durch den Investor getragen werden müssen. Die Gemeinde muss alleinig den Rahmen definieren, wieviel und in welcher Form gebaut werden soll. Das ist ihr Recht und ihre Pflicht! Die Kosten für eine Überplanung sind im Vergleich zum Projektvolumen sehr gering und vertretbar. Und: Es ist sicher keine Verschwendung, für die Zukunft Bickenbachs Geld in die Hand zu nehmen!

Es gibt nicht viele Gemeinden mit der Größe Bickenbachs, die die einmalige Chance erhalten, ihre Ortsmitte für die kommenden Generationen neu zu gestalten. Wir haben die einmalige, nicht wiederkehrende Chance zu bestimmen, ob Bickenbach ein hochverdichtetes Durchfahrtsdorf wird oder eine offene, attraktive Ortsmitte erhält, die auch zum Verweilen einlädt und somit den ganzen Ortskern beleben kann. Ob dunkle Arkaden unter fast 14m hohen Gebäuden in einer engen, fast 90m langen Häuserschlucht das ist, was Bickenbach zur Belebung der Ortsmitte braucht, kann, ja muss man in Frage stellen!

 

Schlossallee_rot

Darstellung des Investors. Durch die BI sind lediglich die Gebäude des Projektes zur besseren Erkennung rot eingefärbt worden.

 

Appell an die Gemeindevertretung!

Als Bürgerinitiative sind wir nach wie vor an einem Dialog mit der Gemeindevertretung interessiert, obgleich bisher alle Versuche ins Leere gelaufen sind, die Gemeinde mit fachlichen und sachlichen Argumenten zum Einlenken oder zumindest zum Nachdenken zu bewegen.

Aus dem unbedingten Willen, zu einer für Bickenbach verträglichen Lösung zu kommen, möchten wir einen Appell an die Gemeindevertretung richten und bitten die Bürgerinnen und Bürger Bickenbachs darum, sich mit der Thematik auseinanderzusetzen, den Appell zu lesen und uns bei Zustimmung eine unterschriebene Kopie des Appells zukommen zu lassen.

Wir werden diesen Appell als Bürgerliche Eingabe in die letzte, entscheidende Gemeindevertretersitzung am 25. Januar 2018 einbringen. Erst da wird der B-Plan ggf. rechtskräftig beschlossen. Bisher ist und bleibt es ein Entwurf!

Der Appell richtet sich nicht für oder gegen eine Bebauung sondern dafür, dass sich die Gemeinde für ein solch relevantes Projekt eine Bedenkzeit einräumen sollte um nochmals alle Aspekte zu prüfen und eine echte Bürgerbeteiligung durchzuführen.

Die so gewonnene Zeit soll wie folgt genutzt werden:
1. Detaillierte Information der Bürgerschaft über das geplante Bauvorhaben der Schlossallee Bickenbach GmbH

2. Bewertung der vorliegenden Planung und deren Auswirkungen auf unser Ortszentrum durch ein unabhängiges externes Fachbüro

3. Entwicklung und Präsentation einer Alternativplanung für die Ortsmitte durch ein von Gemeinde und Investor unabhängiges Planungsbüro

4. Organisation und Durchführung eines Dialogs mit der Bürgerschaft über die Entwicklung unserer Ortsmitte 5. Kompromiss-Suche zwischen Gemeindevertretung und Bürgerschaft zur 1. Änderung des Bebauungsplans ’Nördlich der Darmstädter Straße‘ .

 

Hier finden Sie den Appell zum Download, Ausdrucken und Verteilen:

 

 

Sie können uns den Appell als Scan oder Bild an unsere E-Mail-Adresse info@bi-bickenbach.de senden oder an der im Appell angegebene Adresse einwerfen bzw. am Infostand samstags abgeben.

Ihre persönlichen Angaben auf dem Appell werden wir NICHT veröffentlichen.