Die Mahd

Man staunte nicht schlecht, als gestern überraschend ein Trecker anfuhr und in kürzester Zeit die neu entstandene Wiese in der Bickenbacher Ortsmitte niedermähte.

Der Grund dafür bleibt gemäß der bisherigen Informationspolitik unbekannt. „Endlich geht’s los“ wird vermutlich an der ein oder anderen Stelle jetzt zu hören sein. Dem ist aber nicht so. Stünde der Spatenstich bevor, man könnte den Grund für das Mähen nachvollziehen. Dazu müssten aber erst einmal die Bauanträge gestellt und genehmigt sein….

Unserer Natur hat die Wiese gut getan! Die Insekten, Bienen, Vögel und allerlei Kleingetier hatten sicherlich eine wahre Freude an den vielen Blumen und auch der ein oder andere Bickenbacher wird sich an den Sommer- und Sonnenblumen erfreut haben.

Passt zur aktuellen Debatte um das Insektensterben. Ein interessanter Beitrag dazu aus 3Sat.

Passt aber vermutlich nicht ins Konzept der Gemeinde und des Investors. Beton muss her, eine Wiese braucht kein Mensch – auch nicht vorübergehend!

 

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BauBlog #3 – Abbruch erledigt

Heute morgen hat der uns über einige Monate liebgewonnene Bagger verlassen, nachdem er sich in den letzten Tagen nochmals so richtig ins Zeug gelegt hat und die alte Neue Mitte umgegraben und für den Frühling schön hergerichtet hat.

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Aufräumen der Baggerschaufeln…

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Man hat jetzt einen wunderbaren Blick auf dieses Areal mitten in Bickenbach, welches ja schon bald – sofern es nach dem Willen der Gemeinde und des Investors geht – mit Beton zugegossen und bebaut werden soll.

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Also liebe Bickenbacher*innen, genießen Sie dieses Anblick noch eine Weile. In Zukunft wird man das Areal nicht mehr sehen, versteckt hinter einem 90m langen und fast 14m hohem Betonriegel. Für die Bickenbacher*innen wird eine viel zu enge, viel befahrene, mit Tiefgaragenein und -ausfahrten gespickte, zugige, dunkle Darmstädter Straße bleiben, unabhängig davon, ob man die „Architektur“ nun als gelungen oder nicht betrachtet. Dafür dürfen sich die meisten der neuen Bewohner der Neuen Mitte sommers wie winters über konstanten Schatten von ihren eigenen Häusern und dem „Riegel“ freuen.

Und weil es so schön ist, scheint das nächste Projekt an der Darmstädter Straße bereits in den Startlöchern zu stehen. Etwas „stromaufwärts“ sollen weitere Wohnungen entstehen. Dem Flurfunk zu folge etwa 30 Wohnungen…

Der Normenkontrollantrag ist jedenfalls am Laufen und wir bleiben als BI auch eng am Thema des Verkaufs von gemeindlichen Grundstücken weit unter Wert!

 

Sie möchten uns unterstützen? Unser Spendenaufruf!

 

 

BauBlog #2

Diese Woche ist auf den ersten Blick nicht viel passiert, von der Darmstädter Straße gesehen.

Noch ein paar (große) Bäume weniger, Bauschutt abgeräumt, dieses Mal auch die asbesthaltigen Dachplatten ordentlich verpackt und gekennzeichnet.

Nach wie vor verwunderlich ist, dass das Abbruchpersonal sich nicht sonderlich um das Thema Arbeitssicherheit kümmert. Steht direkt neben den Bagger beim Abbruch eines Nebengebäudes ohne Helm, Weste etc… wird schon nichts passieren!

Erschreckend ist manchmal, wie nah der Bagger an den Nachbargrundstücken entlang rumpelt. Das kann man nicht nur sehen und hören sondern auch deutlich spüren!

Vorschlag an die Gemeinde (ganz ohne Kritik):

Installiert eine Baumkamera am Rathaus, um das Projekt zu dokumentieren und daraus ein Zeitraffervideo zu machen. Gibt es als fertige Lösung ab ca. 250 Euro.

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Einige Bilder der letzten Tage:

Bau(m)Blog #1

Der Platzhalter in WordPress sagt: „Erzähle deine Geschichte…“

Also beginnen wir mit einem kleinen Bautagebuch, einer Geschichte zur Neuen Mitte in Bickenbach.

Der Abriss ist ja bereits Geschichte. Letzte Woche ging es den ersten Bäumen an den Kragen und der Nussbaum wurde gestutzt und gesichert, damit man auch an die Baugrenze bauen kann. Im PLU hieß es ja noch (protokolliert), dass die Baugrenze nicht geändert werden müsse, da die aktuelle Objektplanung der Tiefgarage diese nicht berühren werde…

Immerhin, die Sicherungsmaßnahmen wurden durch eine renommierte Spezialfirma durchgeführt!

Heute hieß es dann Tabularasa, die Zeit tickt, nur bis Ende Februar darf gerodet werden. Bis auf die hohen Nadelbäume wurde alles mit dem Bagger weggerissen. Nichts von schonend, nichts sichtbar von Begleitung durch Naturschutz, keine Spezialfirma sondern der gleiche Bagger(Fahrer), der auch den Abbruch vornahm. Tja, Gemeinde ist ja zum Glück nicht zuständig….

Der Bagger im Einsatz:

Zum Vergleich, einige Tage zuvor…

Die Bilder sind aus der Bachgasse 15 aufgenommen.

Folge #2 wird folgen 😉